Aktuelles

Von Lars Ordon und Torsten Ewers

Seit fünf Jahrzehnten wird im Lichtensteiner Stadion gegen den Ball getreten. Die Fortschritt-Fußballer wollen am Sonntag in Erinnerungen schwelgen – unter anderem an Unkraut-Vernichter.

Die Jubiläumszahl ist mittlerweile aus dem Namen gestrichen. Als die seit 1991 unter dem Namen Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion bekannte Sportstätte 1969 in Lichtenstein eingeweiht wurde, hieß der Name angelehnt an den Geburtstag der DDR „20. Jahrestag“. Seitdem hat sich viel verändert. Eins ist jedoch gleich geblieben: So wie die Fußballer damals zum Eröffnungsspiel einen wichtigen Platz einnahmen, ist die Sportart auch heute noch oft zu Gast. Die Fußball-Abteilung der SSV Fortschritt will den runden Geburtstag des Stadions daher am Sonntag feiern.

Nach der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr will sich Fortschritt mit einem Rahmenprogramm samt Musik-DJ frisch rausgeputzt präsentieren. Allerdings nicht ganz so nachhaltig, wie es ein Bauhelfer wohl vor der offiziellen Eröffnung 1969 vorhatte. Neun Jahre Bauzeit hatten anscheinend die Lust an weiteren Arbeiten verdorben. Um sich das fortwährende Markieren der Linien zu sparen, zog der Bauhelfer mit einer Gießkanne Unkraut-Ex für die dauerhafte Lösung los, wie sich Vereins-Urgestein Reiner Schmalfuß noch erinnert. Der fleißige Helfer konnte jedoch noch rechtzeitig aufgehalten werden. Solche und weitere Erinnerungen sollen am Sonntag ausgetauscht werden. Die SSV wünscht sich zahlreiche Gäste. Ausdrücklich richtet sich die Einladung auch an ehemalige Fußballer und Bauhelfer.

Natürlich gibt es auch vom Spielbetrieb seit 1969 viel zu erzählen. Ein Höhepunkt war das Testspiel im Jahr 2007 gegen Erzgebirge Aue. Die 0:12-Niederlage wird sportlich eher schmerzen, doch mehr als 1200 Fans sorgten für eine tolle Kulisse.

Im Alter von 50 Jahren hat das Stadion auch schon das ein oder andere Lifting bekommen. Zuletzt wurde ein Hybridrasen verlegt und zwei Kugelstoß- und drei Weitsprunganlagen gebaut. Zur Einweihung gab es 2017 ein Sportfest der Kleist-Grundschule.

Zur Jubiläums-Feier am Sonntag steht nun wieder der Fußball im Mittelpunkt. Ab 9 Uhr geht es zunächst mit dem Nachwuchs los. Sowohl die E- als auch die F-Junioren messen ihre Kräfte mit dem SV Muldental Wilkau-Haßlau. Um 12.45 Uhr spielt die zweite Männer-Mannschaft des Vereins in der 1. Kreisliga gegen Ortmannsdorf. Höhepunkt ist das Landesklasse-Duell gegen den VfB Empor Glauchau ab 15 Uhr.

Die Glauchauer sind mittlerweile auf Platz 2 der Tabelle geklettert. Dort stand bis zum vergangenen Wochenende noch Lichtenstein, die nach der 1:4-Niederlage auf Rang 5 abrutschten. SSV-Vorstandsmitglied Matthias Stiegler freut sich auf das Duell: „Da ist schon eine Rivalität vorhanden. Glauchau wird sicher auch einige Fans mitbringen.“

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Vorschau auf das Wochenende


FSV Motor Marienberg – SSV Lichtenstein 4:1

Eine verdiente 1:4 (0:2)-Niederlage kassierte Fortschritt Lichtenstein bei Motor Marienberg. Dabei starteten die Gäste gut, doch nach knapp einer Viertelstunde fiel plötzlich das Führungstor für Marienberg – wovon sich Fortschritt nicht mehr erholte. Nach einem Standard rauschte der Ball an Freund und Feind vorbei, den Marienberger Torschuss fälschte SSV-Abwehrchef Toni Schmidt unglücklich ins eigene Tor ab. Pierre Bauer erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. Der eingewechselte Pierre Börner erzielte zwar den Anschlusstreffer (52.), doch ab der 69. musste Lichtenstein nach einem Platzverweis in Unterzahl spielen. Kai Hamann (75.) und Clemens Otto (81.) entschieden mit ihren Treffern die Partie für Motor. (ewer/ord)

Bittere 3:0 Niederlage in Wüstenbrand

Fortschritt verschläft die erste viertel Stunde völlig. Kommt nicht richtig in die Zweikämpfe, hat Abstimmungsprobleme und ist nicht konsequent genug bei seinen eigenen zwei Chancen.
Verdient und mit konsequenter Chancenverwertung geht die Heimmannschaft in dieser Zeit mit 3:0 in Front(8`;13`;17`).
Die Gastgeber investierten in dieser Phase alles das, was sich eigentlich Lichtenstein vorgenommen hatte.
Dennoch hatte man 75 Minuten Zeit, das Ergebnis zu egalisieren.
Angetrieben, von der Leihgabe, unserer ersten, Kevin Richter, versuchte man nun den Rückstand zu verkürzen.
Wie es aber, an so einem Tag läuft, führen dann auch die besten Chancen nicht zum erhofften Erfolg. Nicht nur der gut aufgelegte Gästekeeper oder das Aluminium vereitelte einige, auch fehlte das nötige Glück und die letzte Konsequenz an diesem Tag. Mit zunehmender Investition nach Vorn, um endlich den Anschlusstreffer zu erzielen, schwanden dann aber auch zunehmend die Kräfte der Fortschritt Kicker. Dies führte am Ende auch noch zu guten Möglichkeiten für den Wüstenbrander SV, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.
Das wäre aber wohl des Guten zu viel gewesen, und so blieb es beim 3:0 Endstand für den Gastgeber Wüstenbrander SV.

Unsere Nachwuchs Ergebnisse vom Wochenende

Empor Glauchau AH – SSV Lichtenstein AH 0:4 (0:1)

Am vergangenen Freitag waren unsere Alten Herren zu Gast bei Empor Glauchau. Die Zutaten für ein spannendes Spiel waren vorhanden, denn Glauchau hatte in der laufenden Saison bei 14 Spielen nur 3 verloren (Lichtenstein 19/ 3) und konnte auf dem Papier einen torhungrigen Angriff vorweisen, mit immerhin 48 erzielten Saisontoren. Umso ernüchternder waren die erbärmlichen Platzbedingungen für beide Mannschaften auf dem Corsoplatz, die ein kontrolliertes Kurzpassspiel kaum zuließen. Schade eigentlich, denn ein technisch sauberer Fußball hätte das Spiel sehr attraktiv gemacht!Die Gäste begannen sofort druckvoll und wie oftmals hoch verteidigend. Glauchau konnte in der Anfangsphase oftmals nur das Mittel des langen Balls auf den Stoßstürmer vorweisen, was aber kaum für Gefahr sorgte. Die erste große Chance für Lichtenstein bot sich in der 20. Minute, als Schneider halb rechts im Strafraum freigespielt wurde, den finalen Pass auf Wilkerling aber verpasste. Weitere Halbchancen in Form von Fernschüssen folgten, die der gute Empor-Keeper aber entschärfte. Kurz vor der Pause dann der verdiente Führungstreffer für die SSV. Winkler wurde in Minute 37 mit feinem Pass von Wilkerling in den 16er geschickt, der seinen Gegenspieler umspielte und vom „langen Bein“ getroffen, elfmeterreif gestoppt wurde. Sebastian Schwenke verwandelte sicher zur 1:0 Pausenführung. Nach dem Wechsel kam das spielerische Element bei Lichtenstein noch etwas besser zum Tragen, selbst wenn beim Versuch dabei einige Bälle versprangen. Glauchau blieb sich seiner Linie treu, schaffte es jetzt aber mehrfach, zum Torabschluss zu kommen, Titze war aber auf dem Posten. In der 52. Minute erzielte Sieber mit Flachschuss aus 18 Metern das 2:0, nach vorausgegangenem Zuspiel von Reers, der nur zwei Minuten später eine sehenswerte und punktgenaue Flanke von rechts auspackte und Wilkerling in der Mitte bediente, 3:0. Der Wille der Gastgeber schien jetzt gebrochen und Lichtenstein hatte keine große Mühe in der Folge den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Den Schlusspunkt setzte Thomas Reers in der 72. Minute und belohnte sich für seine ansprechende Leistung. Er wurde mustergültig von Vogel im 16er bedient und schloss überlegt mit einem Flachschuss ins lange Eck ab. Sein Tor war gleichzeitig der 100. Saisontreffer der Alten Herren! (SH9)

Es spielten:

Titze, Winkler, Marasus, Schwenke, Brix, Wilkerling, Vogel, Sieber, Reers, Schneider, Hempel (eingewechselt: Dölling, Wache)

Spielgemeinschaft mit SSV III gewinnt 5:1 gegen CallenbergII/St Egidien II

Erste Runde Kreispokal

Die Zweite folgt der Ersten und beendet die Pokalsaison in Runde 1. Somit wird wenigstens der Platz geschont 🤭

Punktspiel Auftakt unserer Nachwuchsteams

SSV Lichtenstein AHOberlungwitzer SV AH 3:1(0:0)

Eine intensive und sehenswerte Begegnung zwischen den langjährigen Rivalen bekamen die Zuschauer am Freitag im Jahnstadion zu sehen, weil beide Mannschaften von Beginn an mit offenem Visier spielten. Dennoch lag das Momentum auf Lichtensteiner Seite, die den Spielaufbau der Gäste frühzeitig störten und sich einige Torchancen erspielten. Leider fehlten bei einigen Fernschüssen noch die Justierung bzw. der finale Pass in der Box. Trotzdem war immer Wachsamkeit geboten, denn die technisch versierten Oberlungwitzer setzen sporadisch Duftmarken im Angriffsspiel, ließen aber die Durchschlagskraft vergangener Spiele vermissen. So ging es mit einem gerechten Remis in die Pause. Nach dem Wechsel machte Lichtenstein wieder sofort Druck, verteidigte hoch und stellte frühzeitig die Passwege zu. Mit einer feinen Kombination in der 55. Minute über links, drang der agile Alexander Wilkerling in den Strafraum ein und wurde vom Gegenspieler regelwidrig gestoppt. Ein Foul der Marke harmlos, dennoch ausreichend um den Torabschluss zu verhindern, was auch der gut positionierte Schiedsrichter so bewertete. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sebastian Schwenke sicher zur 1:0 Führung. Drei Minuten später legte Lichtenstein sofort nach. Hempel wurde schön von Sieber bedient, seinen Schuss konnte der gute Oberlungwitzer Torwart noch abwehren, der Nachschuss von Wilkerling landete aber im Netz. Die Gäste versuchten eine Reaktion zu zeigen und boten jetzt noch einmal alles auf. Mit mehreren gefährlichen Eckbällen, die in guter Manier von der SSV Abwehr geklärt werden konnten und zwei gefährlichen Fernschüssen, die Titze wegfischte, wurde die Schlussphase eingeläutet. Resultierend aus einem abgefangenen Ball zogen die Gastgeber einen blitzschnellen Konter über 5 Stationen auf, bei dem SSV-Geburtstagskind Mario Schneider mustergültig bedient wurde, er aber leider die Entscheidung vertagte. Besser gelang es Thomas Reers kurz darauf, mit einem fulminanten und ansatzlosen Strich ins lange Eck aus 18 Metern, der unerreichbar für den Gästekeeper blieb. Den Schlusspunkt setzte Oberlungwitz mit dem durchaus verdienten Ehrentreffer, bei dem Marcel Sonntag (unumstritten bester Mann auf dem Platz) uneigennützig auf seinen Mitspieler querlegte und dieser einnetzte. Lichtenstein gewinnt in der Summe verdient dieses Spiel und konnte mit guten und vor allem schnellen, offensiven Kombinationsspiel die Weichen für den Sieg stellen, ohne das Augenmerk auf die Verteidigungsaufgaben zu verlieren. (SH9)

Es spielten:

Titze, Faber, Schwenke, Brix, Zscherp, Wilkerling, Vogel, Sieber, Groß, Winkler, Hempel (eingewechselt: Reers, Schneider, Dölling)

SSV Fortschritt Lichtenstein-Reichenbacher FC 2:2 (0:0)

Der SSV startete bei einsetzenden Starkregen gut in die Partie. Eine erste Chance gab es nach zehn Minuten durch SSV-Kicker Pierre Börner, der bei seinem Kopfball aber knapp im Abseits stand. Auch Reichenbach mischte gut mit, bis auf einige Halbchancen gab es aber nichts zählbares. Im ersten Durchgang war es vor allem eine umkämpfte Partie, die ganz klaren Strafraumszenen gab es nicht. Im zweiten Durchgang wurde der Regen noch stärker, was dem Spielfluss natürlich nicht gut tat. Nach gut einer Stunde gab es dann Elfmeter für die Gäste. Die Entscheidung danach auf den Punkt zu zeigen war äußerst fragwürdig. RFC-Kapitän Paolo Süß ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte zur Führung. Der SSV suchte danach den Weg nach vorn, konnte das gewohnte Kombinationsspiel aber nicht aufziehen. Eine gute viertel Stunde vor Schluss gab es erneut Elfmeter für Reichenbach. Auch diese Entscheidung war umstritten, den SSV-Verteidiger Uwe Schulz war vorher klar umgerissen worden. Maurice Lange war es egal, er stellte auf 0 zu 2. Die Partie schien schon verloren, doch der SSV zeigte eine große Moral. In der 88. Minute erzielte Marius Weiß nach einem Konter den Anschlusstreffer. Die Nachspielzeit war angebrochen, als die Fortschritt-Kicker noch einen Freistoß zugesprochen bekamen. Rico Bär brachte diesen genau auf den Kopf von Robert Zurek, der zum viel umjubelten Ausgleich traf. Dies war dann auch der Endstand, denn nur kurze Zeit später erfolgte der Abpfiff.

SSV: Müller, Steudel (64.Weiß), Schmidt, Gemeinhardt, Strohbach (C), Börner, Herold, Oertel (82. N.Richter), Bär, Schulz, Zurek

Die Fortschritt-Fußballer haben beim Landesklasse- Derby in Oberlungwitz ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel erzielt. Die Gastgeber haderten etwas.

Wie schon beim 1:3 in der Vorwoche bei Lok Zwickau musste Aufsteiger Oberlungwitz auch im ersten Heimspiel gegen Fortschritt Lichtenstein erkennen, was für ein rauer Wind in der Landesklasse weht. Mit 0:4 ging das Derby gegen die robust aber nicht unfair spielenden Gäste verloren. Dabei half der OSV nach engagiertem Beginn beim 0:1 kräftig mit. Nach einer Eingabe wurde der Klärungsversuch zum Querschläger. So hatte Robert Zurek nicht viel Mühe, den Ball ins Netz zu befördern. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber dann fangen wir uns gleich wieder so ein Gurkentor. Das ist ärgerlich“, sagte Trainer Frank Wüstner nach der Partie. Nach dem Tor kontrollierten die Lichtensteiner das Spiel, während Oberlungwitz Mühe hatte, nach vorn Gefahr zu entwickeln. Zudem war ein gewisser Respekt vor der körperbetonten Spielweise der Lichtensteiner zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff musste Dominik Bahner nach einem robusten Einsteigen von Fortschritt-Kapitän Alexander Strohbach ausgewechselt werden. Für ihn kam Tom Reichel. Kurz darauf hatte Nick Reinhold mit einem Distanzschuss eine der Halbchancen für die Oberlungwitzer, schoss aber vorbei.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die rund 150 Zuschauer druckvoll spielende Lichtensteiner, die auf die Vorentscheidung aus waren. Das 0:2 fiel aber eher aus eine Kontersituation, in der wenige schnelle Pässe reichten, ehe Dominic Oertel (56.) nach Vorarbeit von Robert Zurek traf. Nur drei Minuten später erhöhte Rico Bär. Sein Freistoß setzte vor OSV-Torhüter Falk Horn auf, sprang unberechenbar und zappelte auch schon im Netz. Auf der anderen Seite hatte Lichtensteins Torhüter Steve Müller fast schon Mitleid, denn er wusste aus der ersten Halbzeit, dass es in Horns Torraum viele Unebenheiten und Löcher gibt.

„Die Tore sind für uns natürlich zu günstiger Zeit gefallen. Wir haben die Partie aber aus meiner Sicht auch insgesamt bestimmt“, sagte Fortschritt-Trainer Mirko Ullmann. Nach einer Stunde war die Partie entschieden. In der Folge zeigte sich, woran der OSV arbeiten muss. Denn selbst bei Ecken und einem Freistoß aus guter Position konnte keine wirkliche Torgefahr erarbeitet werden. Bei einer freien Chance scheiterte Andreas Rottluff, der nicht so abgeklärt vor dem Tor agierte wie die Lichtensteiner. Abwehrspieler Rottluff musste in der Offensive ran, da mit Stefan Rücker ein erfahrener und körperlicher starker Spieler bei Oberlungwitz fehlte.

Viel effektiver vor dem Tor war in der 78. Minute Pierre Börner, der einen Konter mit all seiner Routine zum 0:4 abschloss. Nach dem zweiten Saisonsieg mischt Lichtenstein nun ganz vorn mit und empfängt am Wochenende Reichenbach, während Aufsteiger Oberlungwitz nach zwei Niederlagen am Tabellenende steht und zur abwehrstarken Germania nach Chemnitz muss.

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Das Wochenende

2. Sieg in der Landeklasse für en SSV
Zweite verliert 2:4 in Heinrichsort
Spielgemeinschaft mit SSV III gewinnt 4:0 gegen Meerane IV
E-Junioren werden Dritter im Erstrundenturnier im Kreispokal
Alten Herren des Meeraner SV haben Freitag früh das Spiel abgesagt

In der Landesklasse West haben die Fußballer aus Lichtenstein einen Start nach Maß erwischt – zumindest in Bezug auf das Endergebnis. Denn die erste Hälfte hielt kalte Duschen parat.

 Wer im Fußball sogenannte Gegentore zu psychologisch ungünstigen Zeitpunkten kassiert, kann das Spiel im Anschluss schon mal aus der Hand geben. Die Kicker der Spiel- und Sportvereinigung Fortschritt Lichtenstein behielten zum Landesklasse-Auftakt gegen den TSV Ifa Chemnitz vor 120 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion allerdings einen kühlen Kopf und gewannen ihr Heimspiel mit 5:2 (2:2). „Das ist eine unserer großen Stärken, diese wahnsinnige Mentalität, dass wir immer zurückkommen können“, sagte SSV-Trainer Mirko Ullmann.

Dass die Lichtensteiner diese Stärke ausspielen mussten, lag am Sonntag in der ersten Hälfte paradoxerweise auch an der guten Zweikampfbilanz der Hausherren. „Da haben wir kaum einen verloren – weil wir kaum einen geführt haben“, so Ullmann. Offensiv spielte sein Team aber bereits im ersten Spielabschnitt gut auf. Die erste Chance gehörte Rico Bär, doch das frühe Tor gelang den Gästen. Nach einer guten Kombination war der Chemnitzer Fred Möckel frei durch und musste bloß noch einschieben (5.). Diese erste kalte Dusche steckten die Lichtensteiner gut weg und zeigten sich unbeeindruckt. Nach einer Maßflanke von Bär stieg Dominic Oertel in der Mitte am höchsten und köpfte in der siebten Minute lehrbuchreif zum Ausgleich ein.

Nach einer kurzen Ruhephase zog Fortschritt das Tempo wieder an. Eine abgewehrte Ecke landete bei Pierre Börner, der sich ein Herz fasste und den Ball per Direktabnahme in die Maschen jagte (27.). Dabei konnte er sich auf die Hilfe des Innenpfostens verlassen, Ifa-Torwart Christian Nussbaum war chancenlos. Spiel gedreht – doch die Gäste schickten die Lichtensteiner mit einer schlechten Nachricht in die Kabinen. Knapp sechs Minuten vor dem Pausenpfiff agierte die Fortschritt-Defensive zu sorglos und fing sich noch den Ausgleich. Torschütze war Martin Melzer, der SSV-Keeper Steve Müller mit der Picke von der Strafraumgrenze überwinden konnte. „Wir wollen in solchen Momenten das Spiel zu sehr verwalten“, sagte Ullmann.

Doch auch nach diesem Rückschlag brachen die Lichtensteiner nicht ein. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Bär die Möglichkeit, seine Farben wieder in Führung zu bringen. Allerdings landete sein Schuss am Pfosten. Die Gastgeber wurden nun immer besser, von den Chemnitzern kam nicht mehr viel. Nach 72 Minuten brachte Börner die Hausherren mit seinem zweiten Treffer auf die Siegerstraße, die Vorlage hatte Tobias Herold mit einem feinen Pass gegeben. Nun hatte die Heimelf alles im Griff und konnte nur kurze Zeit später nachlegen. Rico Bär stellte auf 4:2, er traf mit einem Schuss genau in den Winkel. Robert Zurek machte drei Minuten vor dem Ende den verdienten Heimsieg nach einem Konter endgültig klar.

„Offensiv haben wir sehr gut Fußball gespielt“, sagte Ullmann. In der zweiten Hälfte hätte nur das 3:2 eher fallen müssen: „Hintenraus hat den Gästen dann die Kraft gefehlt. Sie waren personell auch arg gebeutelt.“ Sein Team habe es in der Schlussphase gut gemacht und gleich nachgelegt, so Ullmann, der sich über den Sieg freute: „Wir treffen in den nächsten Wochen auf einige Top-Mannschaften, da waren die drei Punkte zum Start sehr wichtig.“

Durch den hohen Sieg steht Lichtenstein hinter Oelsnitz auf Rang 2 der Tabelle. Am Samstag tritt Fortschritt ab 15 Uhr zum Derby beim Oberlungwitzer SV an.

 

 

 

 

 

 

 

Lichtensteins Neuzugang Tobias Herold hatte im Spiel gegen Ifa Chemnitz starke Szene und glänzte auch als Vorbereiter. Foto: Markus Pfeifer

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So lief das Wochenende

SSV Lichtenstein -TSV IFA Chemnitz 5:2 (Bericht folgt)

SSV II unterliegt zu Hause TuS Pleißa 2:3
SG Heinrichsort/Rödlitz II / SSV III gewinnen 5:1 bei Wolkenburg 2
SSV AH gewinnen beim SSV St Egidien AH 4:0
unsere C-Junioren in der Spielgemeinschaft mit Heinrichsort und Hermsdorf gewinnen
Testspiel gegen Hohenstein/Wüstenbrand 10:1

Unsere „Neuen“

-Fußballschiedsrichter- Mehr als nur ein Ehrenamt
Werde Schiedrichter in unserem Team!!!

 

 

 

 

 

 

Die Schiedsrichter des SSV Lichtenstein suchen kurzfristige Verstärkung. Wir unterstützen dich im Verein, der Kreisverband Fußball Zwickau schult dich regelmäßig.

Der nächste Schiedsrichter-Anwärterlehrgang findet an den Wochenenden 07./08.09.2018 sowie 14./15.09.2018 in Lichtenstein/Sa. statt. Weitere Informationen über Michael Frenzel, Abteilungsleiter Fußball (0174/2099956 oder michfrenzel@t-online.de. Wir freuen uns auf dich. #NUR_DER_SSV